FRAGILE SONGS MIT ELECTRONICA

Tom Krells Kampf um Anerkennung als ernsthafter Künstler ist auch ein Kampf gegen selbsterbaute Windmühlen. Stets betont der Sänger und Produzent in Interviews und auf Bühnen, wie bedeutend und ernsthaft sein Output für ihn sei. Regelmäßig erbittet er sich konsequente Stille und Aufmerksamkeit, denn: Es geht ihm um Aufrichtigkeit.

Mit einer leidenschaftlich synthetisierten Mischung aus verspuktem R’n’B, Äther-Ambient und LoFi-Elektronik trifft der Amerikaner aus Colorado etwa seit 2010 so genau den Nerv des Zeitgeists, dass ihm Postironie und Popsarkasmus gehörig Steine in den Weg legen. Bekanntermaßen gilt es seit etwa Beginn des Jahrzehnts in Indie-Avantgarde-Kreisen als schick, modernen R’n’B nicht mehr als uncooles Chauvi-Genre abzutun, sondern den ehemaligen Mainstream-Klassenfeind gewitzt-rekontextualisiert zu okkupieren.

Als ironisch betiteltes Ein-Mann-Projekt How To Dress Well trägt Tom Krell diese Bewegung entscheidend mit. Von Kindesbeinen an gehört seine Liebe Spätachtziger- bis Frühneunziger-R’n’B-Acts wie Keith Sweat, Bobby Brown und Ready For The World.

In Zusammenarbeit mit: Am Schluss, Thun

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