Geht es noch extremer im Metal? Humanity’s Last Breath bestätigen das gerne. Weiterhin sind die Anschläge in den Breakdown-Parts mehr akzentuierte Leberhaken als Klänge, die man sich in irgendeiner Partitur verortet vorstellen kann. Vor diesem Hintergrund ist es geradezu beeindruckend, dass dabei am Ende ein zwar kalter und industrieller, aber dennoch auch ein ziemlich fetter und differenzierter Sound steht, dessen Live-Reproduzierbarkeit schon mehrfach bewiesen wurde. Godhood ist zum Beispiel in erster Linie Studio-Kunst und verwebt Menschengemachtes, unleugbar vorhandene technische Qualität und durchdachtes Songwriting der beteiligten Musiker mit allen Möglichkeiten einer modernen Produktion. Stampfgeräusche wie aus den Schmieden Isengards, Triptykon-Staccato-Sounds und Filtereffekte liegen wie ein Teppich unter den tonnenschweren Grooves und Uptempo-Riffs. Eine musikalischer Lavastrom welcher alles unter sich begräbt.
Ähnlich klingt es bei Vildhjarta, welche 2011 mit Masstaden eine Blaupause des modernen Metal abgeliefert haben. Die Band war ihrer Zeit um Jahre voraus. Umso schöner zu sehen, wie viele Bands sich heutzutage auf Vildhjarta als Einfluss beziehen.
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