Catchy, komplex und doch durch und durch tanzbar

Manta Youf

Der Überblick über vergangene und aktuelle Bandprojekte von MANTA YOUF zeigt ihre enorme musikalische Bandbreite: Ska und Indie. Pop und Brass. Punk und Electro. Der musikalische Werdegang von Florian Brändli und Cyrill Sutter, hinterlässt auch bei Liveauftritten seine Spuren. Innerhalb von acht Jahren zog sich das damalige Bandprojekt von Ska-Punk über Traditional Ska, welches aber live immer eher das Feeling einer Punk Band wiedergab. Mit MANTA YOUF verliert die Musik an „trash“, bei der Bühnenperformance ist die Attitüde von damals allerdings immer noch zu erkennen. Betrachtet man das Cover einer in der 60er-Jahren hergestellten Dub-Platte, so ist der Albumtitel „Vol. 1“, rein visuell, der passende Stempel. Betrachtet man die Vision von MANTA YOUF, alte jamaikanische Musik mit modernem Indie-Pop und elektronischer Musik zu fusionieren, so ist „Vol.1“ lediglich ein gelungener Start, dem noch mehrere Volumen folgen werden.

Die erste Single-Auskopplung „Lover“ verspricht auf den ersten Blick ein Love-Song oder sogar eine Hommage an alle Machos dieser Welt zu sein. Spanisch ausgedrückt bedeutet es: Regen. Der Song verbindet, was man erwartet: Ein Sommerregen in Spanien, eine düstere Love-Story und eine 808-Drummachine, welche sich wie eine Lokomotive durch den Song stampft und mit Serguei Ovinnikovs testosterongeladenen Gitarrensolo endet. „Llover“ ist durch das etwas andere Sounddesign von Cyrill Sutters Stimme der Exot auf dem Album, welcher zugleich als Summersong durchgeht, inhaltlich aber dem Winter verfallen ist.

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